Leitbild

Die Schulgemeinschaft der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule – Schülerschaft, Kollegium und Eltern sowie die außerschulischen Kooperationspartner – haben sich auf ein Leitbild verständigt, das die Grundlage unserer Arbeit reflektiert; aus den Konsultationen der am Schulleben beteiligten Gruppen ergaben sich fünf allen Beteiligten offensichtlich wichtige Fundamente des Lebens in unserer Schule. Auf diesen Fundamenten gilt es, ständig neu auf- und weiterzubauen, weshalb unser Leitbild nicht nur beschreibt, was im Leben der Richard-von-Weizsäcker-Schule wichtig ist, sondern ebenso die Richtung unseres zukünftigen Handelns weist.

WAS UNS WICHTIG IST WAS WIR DAFÜR TUN
Der Bildungs- und Erziehungsauftrag unserer Schule geht von einer ganz-heitlichen Sicht auf den einzelnen Menschen aus – auf seine intellektuelle, seine emotionale und psychische wie auf seine physische Dimension – und hat seine indivi-duellen Fähigkeiten wie seine sozialen Kompetenzen im Blick. Wir bieten ein möglichst breites Spektrum von Fächern aus dem natur- und geisteswissenschaftlichen ebenso wie aus dem musischen Bereich an und fördern praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten. Und wir schaffen in diesen einzelnen Diszi-plinen eine Atmosphäre, in der Neugier und Freude am Lernen zu den wichtigsten Faktoren individueller Motivation werden.
Die inhaltliche und methodische Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse ist Mittlerin im Spannungsfeld fachlicher Anforderungen und individueller Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das konkrete Unterrichtsgeschehen fördert Basiskompetenzen ebenso wie Schlüsselqualifikationen und wird durch einen ständigen Prozess des Nachdenkens über didaktische und methodische Entscheidungen begleitet. Praxisorientierung und Aktualität der Lerninhalte sind der Tradition und dem Stand der Bezugswissenschaften verpflichtet.
Persönliches Wohlbefinden und Zufriedenheit unserer Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer sind die besten Voraus-setzungen, um den kreativen Umgang mit Belastungen zu erlernen und eigene Lernstrategien zu entwickeln. Die Förderung außerunterrichtlicher Aktivitäten – oftmals aus dem Unterricht erwachsen – eröffnet einen anderen und neuen Blick auf die Welt: Aktivitäten wie Exkursionen oder die inzwischen traditionellen Literarisch-Musikalisch-Kulinarischen Soirées, das Kulturcafé, Theaterbesuche sowie Projekte der SchülerMitVerant-wortung (SMV) sind fester Bestand des Schullebens und verstehen sich als alternative Lehr- und Lernformen und als Einübung in die Übernahme sozialer Verantwortung.
Die Entwicklung einer Kommunikationskultur, in der das sachorientierte Gespräch gepflegt und die jeweilige Beziehungsebene reflektiert wird, macht die am Schulleben Beteiligten zu Partnern in den Lehr- und Lernprozessen und wird der Würde der einzelnen Person wie den Anforderungen der Schulgemeinschaft in gleicher Weise gerecht. Entscheidungen werden im Gespräch und durch Argumente herbeigeführt und allen Betroffenen in angemessener Form mitgeteilt. Ebenso werden die mit den einzelnen Entscheidungen anzustrebenden Ziele sowohl des Unterrichtsgeschehens wie außerunterrichtlicher Projekte transparent gemacht.
WAS UNS WICHTIG IST WAS WIR DAFÜR TUN
Jeden am Schulleben beteiligten Menschen in seinen Stärken und Schwächen wahrzunehmen und mit ihm oder ihr so zu kommunizieren, dass er oder sie „immer auch als Selbstzweck“ (I. Kant) betrachtet wird, ist Ausdruck der Wertschätzung jedes einzelnen. Der respektvolle Umgang miteinander gründet sich nicht nur auf die Toleranz anderer Ansichten, Überzeugungen und Lebensformen, sondern auch auf das Interesse an diesen und am Willen, von anderen lernen zu können. Indem wir individuelle Lebens-entwürfe ernstnehmen, fördern wir die Autonomie und eröffnen ihr neue Horizonte.
Wir eröffnen berufliche und soziale Perspektiven.

Das Leitbild der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule ist ein von den Beteiligten ständig zu erneuerndes: Was uns heute wichtig ist und was wir dafür tun, ist dem Wandel unterworfen und bedarf ständiger Überprüfung an der Wirklichkeit sowie permanenter Reflexion vor dem Hintergrund der individuellen und sozialen Belange. Dabei gelten VERTRAUEN, VERMITTLUNG und VERSTÄNDNIS als Maßstäbe dieser Überprüfung: Vertrauen in die Bereitschaft des anderen, sich mit Menschen und Themen aktiv auseinanderzusetzen, Vermittlung zwischen Menschen, wenn dieses Vertrauensverhältnis beeinträchtigt wird, aber natürlich auch Vermittlung von Sachthemen und Inhalten im Rahmen der Lehr- und Bildungspläne. Und schließlich Verständnis der Welt und Verständnis für den anderen als Motor des Lernens und Bildens. Beides hängt zusammen, denn Schule „ist keine Wissensschule, sondern Menschenschule“ (R.v.Weizsäcker). So bilden wir Menschen, und so bilden wir die Zukunft.