Die Studienfahrt der Klasse SG JS 2-3 nach Prag, September 2013

Vermisst: Unser Buskennzeichen

Wir schreiben das Jahr 2013, als Frau Hallatschek, äh Frau Betz, und Herr Gottscholl mit 27 Schülern nach Prag loszogen, da diese Stadt zu jener Zeit nicht unter Wasser stand. Das Motiv: Studienfahrt. Vermisst: Das Kennzeichen unseres Reisebusses. Die Verdächtigten kamen mehr oder weniger zu der gleichen Aussage:

Tag 1, wir schreiben den 23. September.

–         Anreise und gemeinsames Abendessen in einem Restaurant, wie geplant. (Was Sabrina nicht wissen konnte: Wie isst man eine Languste? Oder besser gesagt, welchen Teil davon habe ich gerade gegessen?)

–         Besichtigung des Marktplatzes, überall Künstler und Musiker. Lichter, Seifenblasen und Kutschen trugen zu dieser  harmonischen Atmosphäre bei. (Was unter Salome, Anna, Julia T., Fabienne, Thuy usw. ungeklärt blieb: Wie finde ich wieder nach Hause?) Eine große Attraktion waren auch die frei herumstehenden Pianos, die u.a. Laura mit großer Begeisterung nutzte.

Tag 2, wir klären den 24. September auf.

–         Stadtführung. Die Angeklagten äußerten Fußschmerzen, was sie jedoch nicht von einem mehrstündigen Einkaufsbummel am Nachmittag abhielt. Wir sehen diese Aussage daher als widerlegt an.

–         Schiffrundfahrt, welche jedoch nicht von allen Verdächtigten bestätigt werden kann. Bei Rückfragen an Sarah und Sabrina wenden, welche an Bord den ersten Schlafmangel ausglichen.

–         Über die Hälfte der Schülerinnen und zwei Schüler gingen abends in die größte Disco Europas, was nicht ohne Folgen blieb. Kevin plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit, da er mit Lea über eine Absperrung der Diskothek gestürzt ist. Leo stand unter Schock, nachdem ihn ein schwuler Holländer nach seiner Nummer gefragt hatte. Des Weiteren wollte die Kleingruppe den Heimweg per Metro antreten, diese hatte jedoch schon geschlossen und so mussten sich an die zwanzig  – aus unerklärlichen Gründen euphorische –  Wanderer  ihren Heimweg suchen. Janas Querfeldeinversuch scheiterte nur wenig später an einem Sicherheitsbeamten. Angeführt wurde die Truppe, wie später bekannt wurde, von einem Kleiderbügel (unter den Eingeschworenen wurde dies als „beste Aktion Alines“ bezeichnet). Wir gehen der Sache noch nach.

Tag 3, der 25. September, die Motivation -entschuldigen Sie- das Alibi verschlechtert sich zunehmend.

–         Burgbesichtigung. Hierzu liegen kaum weitere Informationen vor.

–         In Vergleich zu den ersten Sushi-Erfahrungen von Anna und Katharina erwiesen sich Lea, Selina L., Natalie und Thea mit ihren 200 Tellern als weitaus erfahrener. Wenn wir schon von Essen reden, Nicola hat Hühnchen bei der Fastfood Kette KFC gegessen! Hühnchen!

Tag 4, der 26. September.

–         Gemeinsamer Abschluss in Prags größtem Irish Pub. Alles begann mit einem nachträglichen Hochzeitswässerchen für Frau Hallatschek, äh Betz. Kurz darauf schon beteiligte sich Herr Gottscholl an diversen Spielen, die ihn zur späten Stunde veranlassten, das nötige Kleingeld für die bedürftigen Schüler zu spenden. Da das Geld trotzdem nicht reichte, mussten Aline, Lea, Klara, Melissa, Sarah und Kevin zur späten Stunde bei einem Fastfood-Restaurant knausern. Was man von Leo nicht behaupten kann, der an einem Dönerstand über 1000 Kronen zurückbekam. Apropos knausern… dazu fallen uns noch spontan die Teller der Pizzeria ein. Wer das Mittagessen dort miterlebt hat, versteht es.

Tag 5, 27. September.

–         Leider fehlen immer noch zu viele Beweise. Daher mussten wir die Truppe vorerst aus der Untersuchungshaft wieder nach Deutschland entlassen. Außerdem wäre vielleicht auch das Zimmer von Julia B., Elly, Selina L. und Natalie zu kontrollieren, da bei ihnen ein „Mr. Big“ verkehren soll. Bitte nicht an Sarah wenden, diese hat einige Schwierigkeiten die richtige Straße zu nennen. Genauso wenig ist Verlass auf den von Herrn Gottscholl hoch gepriesenen Orientierungssinn Annas. Felix und Laura können in der nicht vorhandenen Raucherecke aufgesucht werden. Lockmittel für Laura wären eventuell auch die oben genannten Pianos.

Weitere tatverdächtige Aktionen:

–         Unbefugtes Benutzen von Schminke aus Frau Bätz´, äh Betz´, Badezimmer.

–         Vermeintlicher Diebstahl von Salomes Kamera. Wir entschuldigen uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für die Verdächtigung der Putzfrau.

–         Missglückter Einbruch bei Swarovski durch Kevin (Glas kann eben auch aufhalten!)

–         Diebstahl unzähliger Süßstückchen, die ausschließlich für den Verzehr IM Speisesaal gedacht waren.

–         Erzählungen zufolge sollten wir uns auch Fabienne vorknüpfen, welche detailliert vom brutalen Sezieren einer Maus erzählte.

Bei Hinweisen bitte an Herrn Gottscholl wenden, ach nein, der hat  die Nummer von Frau Betz  (wir sind ja lernfähig) nicht.

Wir sehen aufgrund der fehlenden Beweise vorerst von einer Anzeige ab. In Untersuchungshaft sitzt bis auf Weiteres nur der Rucksack Annas, welcher unter anderem einen Pass (Lea: „Welcher Pass?!“) und eine Kamera (Salome: „Ich hab die Kamera im Zimmer geladen!“) verschwinden ließ. Und wenn die Verdächtigen nicht gestorben sind, haben sie auch heute noch Fußschmerzen, fahren mit dem steckenbleibenden Aufzug (statt den Koffer sechs Stockwerke zu schleppen, wie u.a. Selina H.) und singen immer noch „Jeans on“ (unser Dank geht an Alisa).

Bei weiterem Informationsbedarf wenden Sie sich an die Klasse JS 2/3, welche als Hauptquelle diente. Sollte dieser Bericht an die Öffentlichkeit dringen, könnte dies zu unangenehmem Schamgefühl führen. Bitte behandeln Sie dieses Dokument daher streng vertraulich. Danke für Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen

Leitung der Kriminaldirektion: Sarah

Polizeirat im Ausschlussverfahren: Janine, Sabrina, Marina

Polizeiwachmeister für sprachliches Fehlverhalten: Laura, Melissa, Natalie

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