Studienfahrt Gardasee, September 2013

Die Studienfahrt vom 23. bis zum 27. September an den Gardasee in Italien war wunderbar: Als wir ankamen, begrüßte uns die wunderschöne Landschaft mit  riesigen Zypressen und Olivenbäumen. Die Berge rund um den Gardasee waren perfekt zum Wandern und Klettern geeignet, zugleich waren die Temperaturen in den fünf Tagen angenehm warm, so dass wir täglich schwimmen konnten. In den darauf folgenden Tagen ist mit uns ein Südtiroler Bergführer namens Hansjörg Welscher mitgekommen. Wir nannten unseren Bergführer „Hansi“, und er  hatte immer die richtigen Sprüche parat. Er hat uns am ersten Tag die Sicherungstechniken beim Klettern gezeigt, wie man zum Beispiel einen Achterknoten macht, nach ein paar Übungen hat es schon gut geklappt. So konnten wir  anfangen zu klettern, dabei lernten wir, wie man sich richtig abseilt und wie man die Seile ordentlich sichert. Oben am Ziel der gekletterten Felswand angekommen wurde man mit einem tollen Ausblick über die Berge vom Gardasee belohnt. Es war ein herrliches Gefühl ganz oben auf der Ebene der Felswand zu stehen und sich dabei bewusst zu werden, dass man aus eigener Kraft  hochgeklettert ist. Nach der Kletterei sind wir zurück zu unserem Campinplatz Brione Riva gefahren, der direkt in der Nähe des Gardasees lag. Wir übernachteten verteilt auf jeweils drei Bungalows, sie waren relativ geräumig und schön hell. Jedes Bungalowteam hatte die Aufgabe jeweils einmal zu kochen, jeden Abend gab es etwas anderes Tolles zum Essen. Nach dem selbstgekochten Abendessen saßen wir alle noch zusammen und haben witzige Spiele wie Kuhquartett, Kuhhandel, Fendtmemory und Burejahr gepielt. Burejahr bedeutet auf Deutsch Bauernjahr, das Ziel ist es am meisten „Mist“ zu haben, den bekommt man durch die Bewirtschaftung einer bestimmten Fläche. In dem Spiel wird ein Bauernjahr nachempfunden. Durch den Verkauf der Naturprodukte wird ein gemeinsamer Lebensmittelladen beliefert, dafür bekommt man „Mist“ statt Geld. Es hatte riesigen Spaß gemacht, da man abschätzen und spekulieren musste, was der andere Mitspieler anbauen oder verkaufen wollte. Manchmal wurde es abends später, aber trotzdem waren wir morgens immer fit und munter für die nächste Aktion. Am zweiten Tag machten wir einen leichten Klettersteig von Biacesa über den Klettersteig „Fausto Susatti“ zum Cima Capi und weiter über den Klettersteig „Sentiero della Rocca“ zum Cima Rocca und wieder zurück nach Biacesa. Währende des Klettersteigs sahen wir alte in den Berg eingemauerte Geheimwege und Schutzbunker des 1. Weltkriegs. Der Bergführer Hansjörg erzählte uns, dass dort oben in den Bergen viele Soldaten erfroren sind. Der Bergführer wusste zu jedem Thema etwas, er hatte immer eine Antwort auf unsere Fragen. Wir haben nicht nur von ihm gelernt, wie man sich richtig beim Klettern absichert, sondern auch eine wichtige Lebensweisheit, nämlich: „Der Letzte läuft immer hinten!“. Als wir nach dem anstrengenden Klettersteig wieder an unseren Bungalows angekommen waren, gingen wir Mädels ’mal wieder zusammen im Gardasee baden. Am letzten Tag, an dem uns der Bergführer begleitete, machten wir einen mittelschweren Klettersteig. Der Klettersteig führte durch eine Schlucht des Rio Sallagoni bei dem Castello Drena in der Nähe von Dro im Sarcatal. Zum Teil war es nicht ungefährlich, da die Tritteisen, die in die Wände eingebaut waren, vom Wasser rutschig und nass geworden waren. Es war toll unter sich das Wasser des Flusses rauschen zu hören, als man zwischen den Wänden der Schlucht den Weg entlang kletterte. Dieser Klettersteig galt als ein Highlight der Studienfahrt; nicht nur, dass wir tolle Wanderwege und Berge erkundet haben und dabei die tolle vielfältige Landschaft von Italien genießen konnten, sondern auch die Freude, Begeisterung am Wandern und die interessanten Unterhaltungen machten diese Studienfahrt unvergesslich und wunderschön.

Unsere Lehrer, die uns begleiteten: Herr Maisborn, Herr Steinleitner

Teilnehmende: Paula Link, Alexandra Neuhauser, Diana Stahl, Marliese Sitter, Rosemarie Schmitz, Julia Senghaas

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