„Mir lasse de Dom in Kölle“…(“denn da gehört er hin..“), September 2013

Wenn es uns allen auch in der Nähe des Kölner Doms – ca. 5 Minuten von unserem Jugendhotel entfernt – sehr gut gefallen hat, so konnten wir doch eine Vielzahl interessanter Erlebnisse und Eindrücke aus der weiteren Umgebung mitnehmen. Natürlich begann alles, also zumindest unsere Stadtführung, in diesem eindrucksvollen gotischen Kathedralbau, der einen in Köln stets begleitet; wir entdeckten Spuren der alten Römerstadt, tummelten uns in der Altstadt sowie in modernen Vierteln, und erlebten überall das typisch köl´sche Treiben. Einen grandiosen Einblick in die Kulturen der Welt bot uns der Besuch im Rautenstrauch-Joest-Museum, das einem mit einem elf Meter hohen Reisspeicher aus Indonesien bereits im Foyer beeindruckt. Als interaktives Museum nahm es die meisten von uns wirklich für Stunden gefangen. Ebenfalls sehr beeindruckend, wenn auch eher aufgrund der dort präsentierten und bis heute nicht zu verstehenden Gewalt und gnadenlosen Brutalität gegen alle, die sich nicht dazu gesellten, erlebten wir das EL-DE-Haus, das NS-Dokumentationszentrum. Fassungslos hörten wir im ehemaligen Gestapo-Hauptquartier von den unfassbaren Ereignissen der Jahre zwischen 1933 und 1945. Am folgenden Nachmittag stand eine Führung durch das ehemalige jüdische Köln sowie der Besuch einer sogenannten Mique  und der großen archäologischen Ausgrabungen vor dem alten Rathaus an.

Den Abend gestalteten wir gemeinsam. Da unser Hostel das Privileg einer Küche für seine Besucher bot, kochten wir Spagetti , dazu lieferte jedes Zimmer eine passende Soße oder das Dessert. Es wurde nicht nur ein leckeres Menü, sondern auch ein gemütlicher und gesprächiger Abend

Am Donnerstag ging es dann in die alte Hauptstadt: nach Bonn. Wir besuchten das Bonner Münster mit seinem einzigartigen romanischen Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert sowie das Beethovenhaus und wandelten dann im “Haus der Geschichte der Bundesrepublik“ durch die Jahre von 1945 bis 2013 – vorbei an Adenauers Staatskarosse, einer Milchbar sowie einem Kino der 50er Jahre, an einem “flower-power“-Hippie-Bus, Exponaten aus der ehemaligen DDR und unzähligen anderen Gegenständen, Dokumenten, Fotos, Filmen etc.-  bis hin zur aktuellen Wahl vom September 2013.

Waren die ersten Abende der Kölner Kultur gewidmet – wir besuchten eines der ältesten typischen Kölner Lokale, nämlich die “Schreckenskammer“ oder das Gasthaus „Früh“ und erfuhren hier, was die Kölner so essen und trinken und welche Rolle bei all dem der “Köbes“, der typische Kölner Kellner spielt –, so war der letzte Abend für den Theaterbesuch reserviert. Wir hatten das Glück, einer Premiere – Peer Gynt von Ibsen – beizuwohnen und sogar vom Regisseur und Intendanten persönlich begrüßt zu werden. Obwohl nicht alle von uns zu den großen Theaterfans gehören, waren wir doch alle sehr beeindruckt vom engagierten Spiel der Akteure, und es gab genügend Diskussionsstoff für den anschließenden “Früh“-Besuch.

Der Freitagvormittag bot noch die Gelegenheit zum Shoppen und dann ging es mit der Bahn vergnügt auf die Heimreise .