Ein agrarbiologischer Besuch in der Weinkellerei Heuholz

Dass eine Weinkellerei unter kulinarischen und önologischen Gesichtspunkten ein äußerst interessanter Lernort außerhalb der Schule ist, braucht man niemandem zu erklären. Dass man aber auch in agrarbiologischer Hinsicht hier einiges lernen kann, erfuhren kürzlich Schülerinnen und Schüler des Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums der Richard-von-Weizsäcker-Schule beim Besuch der Weinkellerei Heuholz. Sie wurden von Jürgen Pfründer empfangen, der ihnen von der Traubenabgabe bis zur Flaschenabfüllung die Genese und Produktion des heimischen Weins erklärte und auf viele Fragen antwortete: Zum Beispiel auf die nach dem Zusammenhang zwischen Mostgewicht und Qualität oder auf die Frage, was die Süßreserve mit der Lagerung zu tun hat.

À propos Lagerung: Ausführlich wurden die verschiedenen Fassvarianten studiert: Sind Stahltanks vorzuziehen, was spricht für Holzfässer, worin besteht die Besonderheit der Barrique-Lagerung und welche Konsequenzen hat dies alles für den Geschmack des Weins? Diese und viele anderen Fragen wurden angesprochen und von Jürgen Pfründer geduldig und sachkundig beantwortet. Bei der Verkostung am Ende zeigte sich dann: Das biologisch motivierte Interesse am Wein schließt den Genuss keineswegs aus – im Gegenteil: Beides gehört eigentlich zusammen wie die zwei Seiten jener Medaillen, mit denen der Heuholzer Wein schon oft ausgezeichnet wurde.

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