Eine agrartechnische Exkursion nach Mosonmagyaróvár

Öhringer Landwirtschaftsschüler der Richard-von-Weizsäcker-Schule lernen die ungarische Landwirtschaft kennen
Für die einen war es die Abschlussfahrt, für die anderen eine interessante Exkursion mit vielen Details aus der Agrartechnik: Die drei Klassen der landwirtschaftlichen Berufsschule an der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule machten sich vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2014 auf den Weg ins ungarische Mosonmagyaróvár (Altenburg), um zwei Betriebe – nämlich die Firma Vogel &Noot Landmaschinen GmbH & Co KG sowie die Firma Zunhammer GmbH für Gülletechnik und Fahrzeugbau – zu besichtigen und darüber hinaus zu erfahren, unter welchen Bedingungen in Ungarn Landwirtschaft betrieben wird. Gerade bei der Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes, welcher am Ort 11 000 Hektar bewirtschaftet, wurden spezifische Problem in der Pflanzenproduktion deutlich: Bei den im Vergleich zu Hohenlohe geringen Jahresniederschlagsmengen muss die Bewirtschaftung von ganz anderen Voraussetzungen ausgehen und ist mit ganz anderen Erträgen zu rechnen. Auch die Maschinenauslastung ist nicht mit der in Süddeutschland vergleichbar.
Aber auch die Kultur kam auf dieser Reise nicht zu kurz, machte man doch bei der Rückfahrt in Melk an der Donau Station: Die drei begleitenden Lehrer Uwe Bauer, Fred Fecher und Gerhard Kieß ließen es sich nicht nehmen, ihren Schülern die weltberühmte Benediktinerabtei mit ihrer legendären Bibliothek zu zeigen. Für Samuel Kolb war diese Fahrt die Krönung einer dreijährigen Schulzeit an der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule, während sich Jens Schwarz und Max Schleicher, die noch ein bzw. zwei weitere Jahre hier die Schulbank drücken werden, interessante Einblicke in agrarökonomische und -technische Aspekte boten, die es demnächst im Unterricht zu besprechen gilt. Bei der Rückkehr in Öhringen ware sich alle einig, dass solche Exkursionen nur bereichern können, gerade weil Landwirte, die lokal und regional handeln, wissen müssen, wie in anderen europäischen Ländern gewirtschaftet wird.
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Die Öhringer Gruppe vor einem Gülletankwagen mit 30m³ bei der Firma Zunhammer.