NULL AKOHOL-VOLL POWER – Alkoholpräventionstage an der Richard-von-Weizsäcker-Schule

Uns ist sehr wohl bewusst, dass wir mit zwei Präventionstagen zum Thema ‚Alkohol‘ nicht die Welt retten können“ – Claudia Litterst (Präventionslehrerin der Schule) und Regina Nowak (AIH – Arbeitsinitiative Hohenlohe) sind realistisch – und sie sehen, dass die Droge Alkohol eine echte Gefahr für Jugendliche darstellt. „Wir wollen für das Thema sensibilisieren, und wenn nur ein paar Schülerinnen und Schüler darüber nachdenken und Erkenntnisse oder Informationen mitnehmen, haben sich die beiden Präventionstage schon gelohnt.“

Und das Programm dieser beiden Tage kurz vor den Herbstferien hatte es in sich: Workshops und Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen zeigten den zahlreichen und interessierten Schülerinnen und Schülern die Vielschichtigkeit des Problems. Da wurde darüber informiert, wie man einem Alkoholisierten am besten Erste Hilfe leistet, oder welche Folgen Alkoholkonsum für die Gesundheit und die sportliche Leistungsfähigkeit hat. Ein sogenannter ‚trockener‘ Alkoholiker sprach mit den Jugendlichen über seine Erfahrungen mit dem Alkohol: wie man süchtig wird und wie schwer es ist, der Suchtspirale zu entkommen. Und mit ‚Rauschbrillen‘, durch die ein bestimmter Promillegrad simuliert werden kann, konnten die jungen Leute nachempfinden, in welchem Maß der Alkoholkonsum die Wahrnehmung und die Reaktionsfähigkeit einschränkt und welche Folgen dies gerade für den Straßenverkehr hat: Bei dem Versuch, mit 1,5 Promille auf einer Linie zu gehen, im Slalom mit dem Bobbycar zu fahren oder Bälle zu fangen, scheiterte jeder der freiwilligen Probanden.

Es komme ihnen nicht auf den erhobenen Zeigefinger an, betonen die beiden Organisatorinnen, sondern darauf, dass die Jugendlichen selbst erkennen, welche Folgen der Alkoholkonsum für ihr Leben und für das Leben völlig Unbeteiligter haben kann. Und daher wurden an den beiden Aktionstagen coole Drinks serviert, in denen viele Früchte, aber kein Alkohol waren. Ohne die zahlreichen Referenten und Spender (z.B. von Säften, Früchten etc.) hätten die Präventionstage in dieser Form übrigens nicht stattfinden können, und deshalb sind die beiden Organisatorinnen für diese Unterstützung besonders dankbar.

A propos cool: Dass ein Alkoholisierter alles andere als attraktiv auf seine Mitmenschen wirkt, das wissen die meisten; und ebenso wissen viele, wie schwierig es ist, sich einer gesellschaftlich allgemein anerkannten Droge zu entziehen. Aber wie man sich stark und selbstbewusst gegenüber dem Gruppenzwang zum Alkoholkonsum zeigt, das konnten die Schülerinnen und Schüler der Richard-von-Weizsäcker an den beiden Präventionstagen erfahren, die neben Information und Aufklärung allen Beteiligten auch viel Spaß machten – ohne Alkohol natürlich!


Bobbycarfahren im simulierten Rausch – da ging manchen ein Licht auf.

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch großzügige Unterstützung und Spenden, für die die Veranstalter herzlich danken.
Durch Spenden wurden wir unterstützt durch die Sparkasse Hohenlohe, den Biomarkt Geist in Öhringen (frische Früchte wie Ananas, Bananen, Trauben, Äpfel, Birnen etc.), Vesa Gold-Säfte, die BAG Hohenlohe-Raiffeisenmarkt sowie durch die Hohenloher Fruchtsäfte.
Unterstützt wurden wir von den Kolleginnen vom AIH Team: Sabine Kriesten und Timo Bickel, die Klassen 3BKSP IT 2 und 3BKSP IT3 und zahlreiche Schüler/-innen vom AG (JS2), die die alkoholfreien kostenlosen Cocktails für ihre Mitschülerinnen und -schüler hergestellt haben. Ebenfalls halfen uns zahlreiche Kolleginnen und Kollegen bei der Planung und Organisation der Veranstaltung sowie der Freundeskreis der Richard-von-Weizsäcker-Schule.
Vielen Dank!