Besuch angehender Erzieherinnen in den ‚Freien Johannesschulen Flein‘

Mit den 2010 gebauten ‚Johannesschulen‘ in Flein besuchten angehende Erzieherinnen aus Öhringen die einzige Freie Förderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche der Region, die nach der Waldorfpädagogik von Rudolf Steiner arbeitet. Die Gruppe der künftigen Erzieherinnen, die ihre Ausbildung in Teilzeit an der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule absolviert, bekam mit ihrer Lehrerin Claudia Litterst einen guten Einblick in den Schulalltag: In Kleingruppen wurde es den Besucherinnen ermöglicht, bei verschiedenen Schulfächern und Altersstufen im Unterricht dabei zu sein und auch aktiv einzelne Schüler zu unterstützen. Beeindruckt waren sie, wie engagiert und motiviert die Schüler die Angebote und Impulse der Lehrer umsetzen: So zeigte eine Klasse von zwölfjährigen geistig behinderten Schülern körperliches Geschick im Seilspringen; ebenso überzeugend war die Einführung in Grundlagen der Geometrie durch die Darstellung mit  dem eigenen Körper. Das auswendig gelernte rhythmische Vortragen von Goethes “Zauberlehrling“ hinterließ ebenfalls einen nachhaltigen Eindruck. Die Schulleitung der Johannesschulen nahm sich im Anschluss an die Hospitation genügend Zeit, die Fragen der angehenden Erzieherinnen aus Öhringen zu beantworten, wobei klar wurde, dass das große Engagement der Eltern in vielen Bereichen Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Schule ist. „Für künftige Erzieherinnen sind solche Einblicke in die sonderpädagogische Praxis unerlässlich“, bilanzierte Claudia Litterst, und ihre Schülerinnen stimmten ihr vorbehaltlos zu.

Die Öhringer Besucherinnen in Flein, begletet von ihrer Lehrerin Claudia Litterst (rechts).

Die Öhringer Besucherinnen in Flein, begletet von ihrer Lehrerin Claudia Litterst (rechts).