Wechsel auf der Kommandobrücke der Richard-von-Weizsäcker-Schule

Auf Dr. Monika Bräuninger folgt Albert Maisborn in der stellvertretenden Schulleitung der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule

26 Jahre sind eine lange Zeit: Schulleiter Uwe Stiefel ließ diese Jahre vor dem Kollegium der Richard-von Weizsäcker-Schule Revue passieren, als er zum Schuljahresende seine langgediente Stellvertreterin in den Ruhestand verabschiedete. Seine Verabschiedungsrede wurde zur Laudatio auf eine äußerst engagierte Kollegin, die die Entwicklung der Schule von nicht einmal 300 Schülerinnen und Schülern und 20 Lehrerinnen und Lehrern im Jahr 1989 zu dem maßgeblich mitgestaltet hat, was die Richard-von-Weizsäcker-Schule heute ausmacht: fast 1200 Schülerinnen und Schüler, ein Kollegium von nahezu 90 Personen und eine fast unüberschaubare Zahl von Schularten mit ebenso vielen Bildungsabschlüssen. Monika Bräuningers Meisterstück sei dabei die Organisation des Umzugs vor fünf Jahren aus vier verstreuten Schulstandorten in das neue Gebäude am Maßholderbach gewesen: Das Computersystem, so Uwe Stiefel, würde ohne Monika Bräuninger nicht funktionieren, und es gebe in den 89 Räumen keine Steckdose, deren Platz nicht von ihr bestimmt worden sei. Aber neben diesen organisatorischen Fähigkeiten sei die Kollegin, die er nur ungern verabschiede, so sehr er sich für ihre neue Freiheit freue, immer ein Anlaufpunkt für Rat suchende Lehrer/-innen und Schüler/-innen gewesen. Dass sie den seit zweieinhalb Jahrzehnten bestehenden Austausch mit der französischen Partnerschule im bretonischen Morlaix immer wieder belebt und gefördert habe, sei nur eines ihrer vielen Engagements neben dem Alltagsgeschäft einer stellvertretenden Schulleiterin gewesen.
Dietmar Meder als Vorsitzender des Personalrats erinnerte an die Fäden im Verborgenen, die von Monika Bräuninger gesponnen worden seien: Ob Vertretungsplan, Schulstatistik oder Personalfragen – immer sei es der promovierten Chemikerin gelungen, für ausgewogene Mischungen zu sorgen und das Schulschiff im ruhigen Fahrwasser zu halten. Die Metapher passte, denn zu den Leidenschaften der künftigen Pensionärin gehört das Reisen auf dem Schiff: Das Kollegium bedankte sich bei der bisherigen Zweiten auf der Kommandobrücke mit einigen nützlichen Reiseutensilien für die nächste Kreuzfahrt und wünschte Monika Bräuninger, auch in Zukunft auf stürmischer See einen kühlen Kopf zu behalten.
Pünktlich zur Verabschiedung von Monika Bräuninger kam am Schuljahresende die Ernennungsurkunde des neuen Steuermanns auf der Kommandobrücke der Richard-von-Weizsäcker-Schule. Dabei ist ‚der Neue‘ schon lange im Geschäft: Der 44-jährige Albert Maisborn ist bereits seit 2000 an der Richard von Weizsäcker-Schule und seit 2008 als Abteilungsleiter für die Beruflichen Vollzeitschulen Mitglied der Schulleitung. Der gebürtige Rheinländer unterrichtet die Fächer Geschichte, Mathematik und Informatik und gerade Letztere wird ihm bei seinen künftigen Aufgaben sicherlich nützlich sein. „Wir sind glücklich, dass wir einen nahtlosen Wechsel in der stellvertretenden Schulleitung hinbekommen haben“, betonte Schulleiter Uwe Stiefel, der sich auf die Zusammenarbeit mit seinem neuen Stellvertreter freut. Waren die vergangenen Jahre von Erweiterungen und Neuerungen geprägt, so werde es in Zukunft um die Konsolidierung des Erreichten gehen. In ihren Dankesworten versicherte Monika Bräuninger ihrem Nachfolger und dem Kollegium, dass sie ‚ihrer‘ alten Schule mit Rat und Begleitung verbunden bleiben werde – das Gefühl für das Steuern eines großen Schiffes werde sie bei den für die Zukunft geplanten Reisen schließlich nicht verlassen.

Albert Maisborn (links) mit seiner Vorgängerin Dr. Monika Bräuninger und Schulleiter Uwe Stiefel

Albert Maisborn (links) mit seiner Vorgängerin Dr. Monika Bräuninger und Schulleiter Uwe Stiefel