Studienfahrt der JS2/4 nach Prag

Als wir uns montags am Öhringer Bahnhof zum Reiseantritt in die tschechische Hauptstadt Prag trafen, wussten wir bereits, dass uns fünf Tage Kultur, Geschichte und Großstadt-Feeling erwarten.

Nach sechs Stunden Fahrt, einem verpassten Zug und einigen Planänderungen erreichten wir das Ziel – ein A&O-Hostel nahe der Bahnstation Strizkow. Gleich nach einem kurzen Blick ins Zimmer entschieden wir den Tag noch zu nutzen, indem wir die Stadt erkunden. Bereits hier beeindruckten die schön beleuchteten Fassaden der Prager Altstadt im Abendlicht.

Unseren ersten Tag starteten wir auf dem Wenzelsplatz mit der Stadtführung einer älteren Dame, die uns einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten wie die Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus zeigte.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einer Flussfahrt auf der Moldau, von wo aus man die allseits bekannte Karlsbrücke vom Wasser aus betrachten, sowie die mittelalterliche Architektur bewundern konnte.
Der darauffolgende Mittwoch begann programmtechnisch um 9 Uhr mit einer Führung mit einem ehemaligen Deutschlehrer in dem nicht mehr existierenden Prager „Judenviertel“ oder auch „Josephstadt“ genannt. Dort besuchten wir einige Synagogen, von denen eine besonders durch die maurische Architektur begeisterte, sowie den jüdischen Friedhof. Zu seiner Blütezeit beherbergte dieses Wohnviertel etwa 12.000 jüdische Einwohner; heute sind es nur noch etwa 500.
Ein Besuch im Kafka-Museum rundete die Führung ab.
Diesen Tag ließen wir länger werden, indem wir die Nacht in Europas größter Diskothek verbrachten. Ausgepowert mit zusätzlich nur drei Stunden Schlaf widmeten wir den Donnerstag einer weiteren imposanten Prager Sehenswürdigkeit, nämlich dem „Hradschin“, der größten geschlossenen Burganlage der Welt. Dort besichtigten wir u.a. das berühmte Fenster, welches bekannt unter der Bezeichnung „Prager Fenstersturz“ im Jahr 1618 als Auslöser des 30 – Jährigen Krieges in die Geschichte einging. Das kulturelle Programm ist somit gewiss nicht zu kurz gekommen – es wäre auch schade gewesen, solche Kulturgüter zu ignorieren – sodass wir am Nachmittag eine Brauereibesichtigung der zweitgrößten tschechischen Brauerei „Staropramen“ unternahmen – und ein Glas Freibier gab es auch.
Voller Wehmut ließen wir allesamt den letzten Abend auf individuelle Weise ausklingen und machten uns am nächsten Tag um 13 Uhr auf den Heimweg.

Nach dem Besuch der „Goldenen Gasse“

Nach dem Besuch der „Goldenen Gasse“

Die JS 2/4 im Innenhof des Hradschin

Die JS 2/4 im Innenhof des Hradschin

Blick von der Karlsbrücke auf den Hradschin

Blick von der Karlsbrücke auf den Hradschin