Traum von Amsterdam

Die Jahrgansstufen 2/3 und 2/5 genossen eine sonnige Herbstwoche in der niederländischen Landeshauptstadt.
Am 28. September, einem Montag, ging es um 8 Uhr an der Schule los. Nachdem auch die begleitenden Lehrer/-innen Frau Becker, Frau Seidler, Herr Haag und Frau Schädler eingetroffen waren, stand der achtstündigen Busfahrt mit unserem Busfahrer Andreas nichts mehr im Wege. Die Stimmung auf der Hinfahrt war ausgelassen und wir waren um so froher, als wir ohne Verspätung in unserem Hotel ankamen.
Der erste Abend diente uns Schülern der Erkundung der Stadt. Aus diesem Grund fuhren fast alle in kleineren Gruppen in die Innenstadt. Gesichtet wurden neben den Museen, die in den nächsten Tagen besichtigt wurden, auch Coffeeshops und das Rotlichtmilieu – natürlich nur aus der Entfernung
Am ersten Tag der Studienfahrt standen dann für beide Klassen eine Stadtrundfahrt und eine Grachtenfahrt auf dem Programm. Bei der Stadtrundfahrt konnte man neben vielen interessanten Eindrücken einige nüchterne Fakten rund um Amsterdam erfahren: Amsterdam hat rund 800 000 Einwohner. Der Regierungssitz und die Residenz des Königs befinden sich in Den Haag, das 60 km entfernt liegt. Die hier ‚Grachten‘ genannten Kanäle wurden in der Innenstadt einst zur Verteidigung angelegt und erinnern mit ihren vielen Brücken an Venedig. Eine Grachtenfahrt lässt den Betrachter die Stadt von einer ganz anderen Seite erleben als ein Rundgang oder eine Fahrt mit dem Bus.
Am Mittwoch nahmen viele Schüler das Angebot wahr, das Widerstandsmuseum zu besichtigen. Als Alternative stand ein Besuch des Van Gogh-Museum auf dem Programm; aber auch für eine eigene Gestaltung des Tages blieb noch genügend Zeit: Einige von uns Schülern gingen in den großen Einkaufsstraßen bummeln, andere fuhren aus der Stadt heraus, um im Meer zu baden.
Am letzten Tag besuchten wir dann am Vormittag die Ausstellung ‚Körperwelten‘ und nachmittags das Anne-Frank-Museum. Hier wurden wir in kleine Gruppen geteilt, denn das Haus ist sehr klein. Die Ausstellung über das Leben der Anne Frank war sehr interessant und durch die Abwechslung von Filmsequenzen und Plakaten zum Lesen sehr interessant gestaltet. Durch abgedunkelte Fenster in den original erhalteen Schlaf- und Wohnräumen konnten wir uns annähernd in die Lage der jungen Frau und ihrer Familie hineinversetzen – ihre Nöte und Ängste vor den Verfolgern hingegen kann man nur erahnen.
Am Abend gingen wir zum Abschluss einer schönen Studienfahrt alle gemeinsam in ein Restaurant, bevor dann am folgendem Tag, dem Freitag, direkt nach dem Frühstück um 7 Uhr die Rückfahrt nach Hause anstand.

Das Licht eines Spätsommerabends über den Grachten – so behalten die Öhringer Jugendlichen Amsterdam in Erinnerung.

Das Licht eines Spätsommerabends über den Grachten – so behalten die Öhringer
Jugendlichen Amsterdam in Erinnerung.