Die Vielfalt eines universellen Fests

Der Gottesdienst für kleine Leute begibt sich auf eine Weihnachtsreise durch die Welt
Zu einem ‚Gottesdienst für kleine Leute‘ hatte die Fachschule für Sozialpädagogik an der Richard-von-Weizsäcker-Schule mit Schulpfarrerin Karina Müller-Aichelin am vergangenen Dienstag in die Öhringer Spitalkirche eingeladen – und fast 40 Kinder sowie deren Eltern und teilweise Großeltern waren der Einladung zu einer Weihnachtsreise in die Welt gefolgt. Durch den Gottesdienst führte ein väterlicher Weihnachtsmann sowie ein Engel , der die Weihnachtsgeschichte erzählte – denn er war ja schließlich beim Geschehen in Bethlehem unmittelbar dabei! Und es wurde schnell klar, dass zwar überall auf der Welt Weihnachten gefeiert wird, allerdings überall etwas anders: In Polen zum Beispiel wird der Heilige Abend ganz einfach gefeiert, mit Fisch statt Fleisch und Stroh auf dem Tisch, um an die Armut Jesu bei seiner Geburt zu erinnern. Ebenfalls wird immer ein zusätzliches Gedeck auf den Tisch gestellt, damit jeder willkommen geheißen werden kann. Und schließlich wurden polnische Oblaten geteilt wie dort an Weihnachten. Weiter ging’s nach Griechenland, wo die Sternsinger ‚O Tannenbaum‘ auf Griechisch sangen und der griechische Brauch, nicht den Weihnachtsbaum, sondern ein Schiff zu schmücken, erzählt wurde; die Kinder durften das dann auch tun. In Äthiopien schließlich ist es sehr heiß an Weihnachten; alle Leute haben weiße Kleider an, feiern einen halben Tag miteinander Gottesdienst und statt Geschenke auszupacken spielt die ganze Familie Hockey. Die letzte Station war Brasilien, wo Weihnachten mit Feuerwerk und Tanz auf den Straßen gefeiert wird, und alle kleinen Öhringer durften mittanzen mit Rasseln und Luftschlangen und Wunderkerzen. Im großen Kreis schloss der Gottesdienst mit einem Gebet für die Kinder dieser Welt und friedliche Weihnachten, dem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen im Kreis.

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Vorweihnachtliche Stimmung in der Öhringer Spitalkirche beim ‚Gottesdienst für kleine Leute‘