Der neue Trend: Vegane und vegetarische Ernährung – auch an unserer Schule?

Ein Selbstversuch des Kurses ‚Sondergebiete der Ernährungswissenschaft‘ (SEW) der Jahrgangsstufe 1
Auf der ganzen Welt ernähren sich ca. eine Milliarde Menschen vegetarisch, die meisten allerdings unfreiwillig, aus wirtschaftlichen oder klimatischen Gründen. Beweggründe zum Einstieg in eine vegetarische oder vegane Ernährung können aber auch ethische, gesundheitliche, religiöse oder ökologische Motive sein, ebenso Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien. Insbesondere gesundheitliche Gründe rücken hier in den Vordergrund, wie zum Beispiel die Beseitigung von Hautunreinheiten, Gewichtsabnahme und die Verbesserung der Blutfettwerte. Nicht nur der Einzelne selbst, sondern auch die Umwelt profitiert von dem Verzicht: Weniger Fleisch schützt die Artenvielfalt, begrenzt den Bedarf an Fläche, spart Wasser, vermeidet Hunger und ermöglicht mehr soziale Gerechtigkeit.
Möchtest man sich vegetarisch oder vegan ernähren, sollten dabei allerdings einige Dinge beachtet werden, um die Gesundheit nicht zu gefährden. Spezielle Kenntnisse der Lebensmittelauswahl und -zubereitung sind erforderlich. Außerdem benötigt man zur Sicherstellung der Versorgung angereicherte Lebensmittel oder Supplemente. Auch wenn man meint, sich ausgewogen zu ernähren, ist es empfehlenswert, regelmäßig den Arzt aufzusuchen um sich untersuchen zu lassen. Für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Schwangere und Stillende ist eine solche Ernährung aufgrund eines erhöhten Nährstoffbedarfs allerdings nicht geeignet. Zu den eher bedenkenswerten Nährstoffen, insbesondere bei veganer Ernährung, gehört Jod, denn die Verwendung von Jodsalz reicht nicht aus um den Bedarf zu decken. Man sollte deshalb den Jodstatus mit dem Arzt abklären und wenn nötig Tabletten einnehmen. Der Bedarf an Vitamin B12 kann ebenfalls durch Tabletten und entsprechend angereicherte Zahncreme gedeckt werden. Vor allem Veganer haben aufgrund einer geringeren Calciumaufnahme oft eine geringere Knochendichte und ein um 30% höheres Risiko für Osteoporose. Daher sollte auch hier, falls nötig, auf Tabletten zurückgegriffen werden oder vermehrt Vitamin D über die Nahrung aufgenommen werden.
Wir aus unserem SEW Kurs haben uns darin versucht, auf tierische Produkte zu verzichten. Daher haben wir einen Nachmittag vegan/vegetarisch gekocht. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass auch vegane bzw. vegetarische Ernährung sehr lecker sein kann. Gut kam zum Beispiel der Burger mit Kichererbsen-Küchlein anstelle von Fleisch an. Wir in der Gruppe haben uns dazu entschieden, nun des öfteren auf Fleisch zu verzichten und dies durch leckere vegane und/oder vegetarische Alternativen zu ersetzen. Sich vegan oder vegetarisch zu ernähren ist also nicht so schwer, wie man anfangs denkt. Schwierig ist allerdings, ausreichend Nährstoffe aufzunehmen, deshalb ist es in unserem Kurs nicht für alle eine Alternative.

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