Bericht der Studienfahrt nach Edinburgh 2016

Das Abenteuer fing am 26. September, einem Montag, wie üblich auf dem Parkplatz der Richard-von-Weizsäcker-Schule an. Frau Bressler empfing alle Schüler, die mit viel Erwartung eintrafen und kurze Zeit später wurden alle von einem Reisebus zum Flughafen Stuttgart gefahren, wo Herr Holter dazu traf. Der zweistündige Flug mit einem Kleintransporter von easyJet brachte alle ohne Komplikationen nach Schottland, genauer nach Edinburgh.
Anschließend fuhren wir mit einem Linienbus an die nahegelegene Unterkunft. Den Rest des Weges, von der Haltestelle bis zum Hostel, mussten alle bei leichtem Nieselwetter mit dem Koffer und zu Fuß schaffen, was eine erste Herausforderung darstellte. Doch alle kamen in der Unterkunft Kingsview City Hostel, 28 Gilmore Place an. Nach kurzem Beziehen der Zimmer gingen alle los um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen und die einzelnen Ortspunkte, an denen wir uns noch weitere Male aufhalten würden, kennenzulernen. Dies meinte die Besichtigung des Castles von außen und das Anschneiden der Royal Mile, danach die selbstständige Erkundung der Princes Street mit den Princes Street Gardens, dem Scott Monument und natürlich der Edinburgher Shoppingmeile oder anderen, eigenständigen Plänen.
Abends, zurück im Hostel, wurden zunächst die sanitären Einrichtungen getestet, was ebenfalls für viele ein großes Neuland darstellte. Nach einem gemeinsam verbrachten Abend hieß der Plan für Dienstag: „Down the Royal Mile“.
Der erste Stopp war das Palace of Holyroodhouse, die Residenz der Queen, wenn sie mal zu Besuch in der Stadt ist. Zu sehen war, wie die Menschen früher in diesem royalen Gebäude gelebt haben.
Nach anfänglichem Regen, wie es in Schottland üblich ist, wurde es gegen Mittag doch sonnig und wir konnten einen kleinen nahegelegenen Hill, den Arthurs Seat, hinaufwandern. Trotz des starken Windes war die Aussicht über die Stadt wundervoll.
Wieder unten angekommen durften wir das schottische Parlament besuchen und sogar eine Parlamentssitzung miterleben – das Thema war Brexit.
Am späten Nachmittag trafen wieder alle in der Gruppe eine junge Studentin, die uns die Geister der Stadt und den geschichtlichen Hintergrund durch die „Ghost Tour“ nahe brachte. Der Höhepunkt dieser Besichtigung waren die Katakomben, die unterirdischen Wege und Räume Edinburghs und wie sie entstanden sind und in Gebrauch waren.
Am Mittwoch trafen wir uns am Morgen um mit dem Zug nach Stirling zu fahren. Dort, bei Regen, das Stirling Castle zu besichtigen, ein riesiges Schloss mit Schlossmauern, von denen aus man eine tolle Aussicht auf einen Teil der Stadt und auf Felder und Weiden mit den berühmten schottischen Hochlandrindern hatte.
Das Innere des Schlosses war prunkvoll und mit vielen alten, antiken Gegenständen, die in Glasvitrinen ausgestellt waren. Sogar eine Kirche war in dem vielseitigen Gebäudekomplex vorhanden.
An diesem Abend war die Möglichkeit in eine echte schottische Stand-up-Comedy-Bar zu gehen. Sie strahlte ein heimisches Flair aus und für die Menschen in einer Stadt voll Trubel ein schöner Ort um einen Abend zu entspannen und mal richtig zu lachen, wie unser creepy teacher Chris auch hautnah erfahren durfte.
Die Royal Yacht Britannia und das riesige Shoppingcenter an seiner Seite waren der Tagesplan für den Donnerstag, unseren letzten Tag. Der Hafen in Edinburghs Stadtteil Leith, welchen wir schon beim Landen vom Flugzeug aus gesehen hatten, war wie jeder andere Hafen auch, doch hier war dieses riesige Schiff, das man besichtigen konnte. Drei Stockwerke hatte es und in jedem waren andere Räume zu entdecken. Von den prunkvollen Gesellschaftssälen oder Essenssälen bis zur Wäscherei und der Krankenstation. Auch die simplen Räume der Matrosen waren zu sehen. Bis 1997 schipperten die Queen und die Royal Family mit der Britannia über die Weltmeere und empfingen dort viele Gäste aus aller Welt. Prince Charles und Lady Di verbrachten dort ihre Flitterwochen.
Danach haben fast alle in dem Shoppingcenter zu Mittag gegessen, wo man eine tolle Aussicht aufs offene Wasser hatte. Der Rest der verbliebenen Zeit war für uns zur freien Verfügung.
So haben alle den Abend schön ausklingen lassen und die Koffer gepackt, bevor wir sehr früh morgens, genauer um 4:20 Uhr, von einem Busfahrer zum Flughafen gebracht wurden.
Trotz einer schönen Zeit in einer besonderen Stadt freuten sich alle auf Familie und Freunde zuhause und nach ein paar geplatzten Kofferreißverschlüssen schafften wir auch diesen Weg unversehrt nach Hause.

Hiermit im Namen von allen beteiligten Schülern ein großes Dankeschön an die Lehrer, die alles so schön geplant und uns einen schönen Aufenthalt in Edinburgh beschert haben.
Die erlebten Eindrücke waren einmalig, wie die Männer in ihren Schottenröcken und die schottischen Hochlandrinder, welche man bei uns nie sehen würde. Untermalt mit dem Geräusch eines Dudelsackes, der an jeder Straßenecke zu hören war.

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Von Maja Dragojevic (JS2/5)