Studienfahrt Dolomiten

Voller Vorfreude starteten wir am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr mit dem Münzen-Bussle und einem weiteren Privat – PKW Richtung Südtirol. Schon vor unserer Abfahrt musste Frau Pils verletzt passen. Stattdessen sprang kurzfristig Frau Schulmeister ein. Unser Eifer wurde vorerst durch überfüllte Autobahnen gebremst. Nach stundenlanger Fahrt erreichten wir gegen 16.30 Uhr unser Hotel in Welschnofen. Beim Abendessen lernten wir unseren Bergführer Hans kennen, mit dem wir in den nächsten Tagen so einiges erlebten. Am darauffolgenden Tag starteten wir mit Hans zum Übungsklettersteig und Kletterfelsen, um unsere alpinen Fähigkeiten zu testen. Da unsere Kletterprofis (Herren der Schöpfung) noch nicht ausgelastet waren, besuchten wir noch Hans` Klettergarten. Vor allem Samuel entdeckte den Affen in sich. Unsere erste richtige Bergtour stand am Dienstag auf dem Programm. Wir bestiegen unter optimalen Bedingungen (Nebel, Graupel, Wind und Kälte) den Gipfel der Rotwand. Über eine Seitenscharte inkl. Klettersteig und 20m senkrechtes Abseilen am Berg, stiegen wir ab. Zur Stärkung pausierten wir in der Rotwandhütte und probierten den, für die Region berühmten, Enzianschnaps. (Naja, als Medizin kann man ihn trinken). Da an diesem Abend unser Hotel Ruhetag hatte, mussten wir in einem Hotel des Besitzers essen. Mit mehreren Bestecksets pro Person und kleinen aber edlen Portionen des mehrgängigen Menüs, wurden wir überrascht und gleichfalls „ etwas“ überfordert. Am Mittwochmorgen brachen wir früh auf, da unser geplanter Gipfel, der Sass Rigais, fast 1,5h Fahrtstunden entfernt lag. Von der Seilbahn wanderten wir noch 2h bis zum Einstieg in den Klettersteig. Von dort ging es bei strahlendem Sonnenschein bis zum Gipfel. Doch der gigantische Blick von 3.025m war uns nur kurz gewährt, da die Zeit bis zur letzten Fahrt der Gondel knapp war. Daher kletterten wir den Berg schnellstmöglich hinunter und liefen im „ Stechschritt“ zur Bergstation. Bei dem Stress wurde keine Rücksicht auf Blasen oder aufkommenden Harndrang genommen. An diesem Abend fielen wir alle totmüde ins Bett. Die Frage nach einer weiteren Bergtour am nächsten Tag hatte sich danach erübrigt. Den nächsten Tag ließen wir entspannter angehen und gingen erst um 10.30 Uhr Richtung Bozen los. Dort besichtigten wir das Ötzi- Museum und die Stadt. Anschließend umwanderte eine kleine Truppe noch den „Karer See“. (Die Nixenstatue im See begeisterte Frau Schulmeister besonders). Den letzten Abend ließen wir bei gutem Essen und Trinken gemütlich ausklingen. Damit war unsere Expedition nach Italien schon vorbei. Am Abreisetag machten wir uns sehr früh auf den Weg zurück in unsere hohenlohische Heimat. Aber eines ist sicher: die schroffen Bergspitzen, die klaren Seen und die grünen Täler von Südtirol werden wir noch lange in Erinnerung haben.

klettern2016