Eine mobile Baustelle

 

Der BauBus der Bauwirtschaft Baden-Württemberg hielt an der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule
Auch die Bauwirtschaft leidet unter zunehmendem Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften, und wenn Jugendliche und künftige Auszubildende nicht mehr zur Baustelle kommen, dann kommt die Baustelle eben zu ihnen. „Wir wollen jungen Leuten gerade aus den berufsorientierenden Klassen eine mögliche Richtung aufzeigen“, betont Timo Bickl, der sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen Andrea Wilke-Rohr und Regina Nowak von der AIH (Arbeits-Initiative Hohenlohekreis) für das Kommen des BauBusses eingesetzt hatte. Der multimedial ausgebaute Linienbus fährt von Schule zu Schule und präsentiert interessierten Schülerinnen und Schülern auf anschauliche Weise die zahlreichen Berufe am Bau. „Gerade die vielen interaktiven Elemente wie zum Beispiel ferngesteuerte Mini-Bagger machen die Sache für Jugendliche interessant“, freut sich Andrea Wilke-Rohr und weist gleichzeitig darauf hin, dass neben den vielen Informationen und Anregungen auch der Spaßfaktor nicht unterschätzt werden dürfe: Beim fiktiven Bungee-Sprung von einem 70 Meter hohen Kran bekommen die Jugendlichen eine ganz eigenwillige Perspektive auf eine Baustelle. Und das neue BauBoard gibt ihnen die Möglichkeit, auf spielerische Weise selbst auszuprobieren, ob sie für einen der über 20 Bauberufe geeignet sind und welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sie dazu benötigen.
Das Echo der Schüler/-innen der Richard-von-Weizsäcker Schule, die sich von den zwei Baufachleuten im Bus beraten ließen, war groß und mehrere unter ihnen streben nun eine Ausbildung im Baubereich an. Besonders freut die Organisatoren, dass sie auch das Interesse der Schüler aus den VABO-Klassen wecken konnten, wo junge Asylbewerber Deutsch lernen und in die Arbeitswelt integriert werden.

Photo (privat): Der BauBus vor dem Haupteingang der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule