Agrarwissenschaftliches Gymnasium

1. Ausbildungsziel

Das Berufliche Gymnasium der agrarwissenschaftlichen Richtung (AG) ist ein 3-jähriges Gymnasium in Aufbauform. Es hat zum Ziel, seine Schüler über die Vermittlung einer breiten und vertieften allgemeinen Bildung zur Studierfähigkeit zu führen. Sein spezifischer Auftrag ist dabei, jungen Menschen mit ausgeprägter Neigung und Aufgeschlossenheit für die Arbeits- und Berufswelt eine berufliche Grundbildung zu vermitteln. Im AGRARWISSENSCHAFTLICHEN GYMNASIUM stehen die biologischen, landwirtschaftlichen bzw. ökologischen Unterrichtsinhalte im Vordergrund. Neben dem Profilfach Agrarbiologie, das alle Schüler durchgehend von der Eingangsklasse bis zur Jahrgangsstufe 2 besuchen müssen, können sie zum Schwerpunkt Agrar- und Umwelttechnologie das Fach Biotechnologie wählen.
Im Schwerpunkt Agrar- und Umwelttechnologie stehen produktionstechnische Kenntnisse über Bodenkunde, Düngung, sowie die Lehrplaneinheiten Wasser, Luft und Landschaftsschutz im Mittelpunkt. Das Fach Biotechnologie, als weitere Ergänzung zum Profilfach Biologie, stellt biologische Verfahren in den Vordergrund.

2. Abschluss

ALLGEMEINE HOCHSCHULREIFE bzw. ABITUR (mit zwei Fremdsprachen) Sie berechtigt zum Studium aller Fächer an den Universitäten, Fachhochschulen oder Berufsakademien. Schülerinnen und Schüler, die 4 Jahre am Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilgenommen haben, erfüllen damit die Voraussetzung für die Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife. Alle Schülerinnen und Schüler, die weniger als vier Jahre am Unterricht einer zweiten Fremdsprache teilgenommen haben, müssen von der Eingangsklasse bis zur Jahrgangsstufe 2 am Unterricht einer zweiten Fremdsprache, entweder Französisch oder Spanisch, teilnehmen.

3. Aufnahmebedingungen und Anmeldung

In ein berufliches Gymnasium der dreijährigen Aufbauform (11. Schuljahr) können aufgenommen werden: Schüler, die im Zeugnis der „Mittleren Reife“

  • einer Realschule
  • einer zweijährigen Berufsfachschule oder einer Berufsaufbauschule
    (einschließlich Telekollegschule I- Mittelstufe der Berufsoberschule)
  • einer Werkrealschule

im Durchschnitt der Fächer DEUTSCH, ENGLISCH und MATHEMATIK mindestens 3,0 und in jedem dieser Fächer mindestens die Note „ausreichend“ erreicht haben, oder Gymnasiasten mit dem Versetzungszeugnis in die Klasse 10 (G8) oder Klasse 11 (G9).

Die Anmeldung muss spätestens bis zum 1. März des jeweiligen Jahres erfolgen. Melden sich bis zu diesem Termin mehr Schüler an, als Plätze vorhanden sind, so erfolgt die Schulplatzverteilung nach dem vorgeschriebenen Aufnahmeverfahren.

4. Gliederung des Unterrichts

Eingangsklasse
Dieser Jahrgangsstufe kommt eine Gelenkfunktion zu. Sie soll die von verschiedenen Schularten kommenden Schüler zu einem in den Leistungen weitgehend angeglichenen Klassenverband führen. Nach Möglichkeit werden Stützkurse in Mathematik und Englisch angeboten. In diesem Jahr werden die Schüler umfassend über die Struktur und Anforderungen der Oberstufe informiert. Dabei werden Wahlmöglichkeiten und verbindliche Kursbelegungen sowie Arbeitsweisen in der JS1 und JS2 erläutert.

Jahrgangsstufe 1 und 2
Das Unterrichtsangebot gliedert sich jeweils in einen Pflicht- und Wahlbereich. In diesen Jahrgangsstufen wird der Unterricht im Pflichtbereich wie folgt erteilt.

Berufliches Profilfach: (6 Wochenstunden)
Mit dem Eintritt in das Agrarwissenschaftliche Gymnasium ist die Wahl des Profilfaches Agrarbiologie bereits getroffen. Es ist verpflichtendes schriftliches Abiturprüfungsfach und doppelt gewichtetes Leistungsfach.

Kernkompetenzfächer: (4 Wochenstunden je Fach)
Zu den Kernkompetenzfächern gehören die Kernfächer Deutsch, fortgeführte Fremdsprache und Mathematik. Mathematik ist auf jeden Fall schriftliches Prüfungsfach.

Zu den schriftlichen Prüfungsfächern können außerdem die Fächer Geschichte/Gemeinschaftskunde, Religion/Ethik, Wirtschaftslehre, Chemie oder Physik und Datenverarbeitung gehören. Als mündliches Prüfungsfach können alle Fächer, die ab der Eingangsklasse unterrichtet und besucht wurden, gewählt werden. Bildende Kunst, Musik, Informatik, Wirtschaftslehre und Sport sind somit auch als mündliche Prüfungsfächer wählbar. Entscheidend für das mündliche Prüfungsfach ist die durchgängige Belegung von der Eingangsklasse bis zur Jahrgangsstufe 2.

Im Pflichtbereich müssen sich die Schülerinnen und Schüler zudem noch für einen Schwerpunkt in Datenverarbeitung oder Naturwissenschaft entscheiden. Zu diesen Pflichtkursen kommen weitere Kurse aus dem Wahlbereich.

5. Ausbildungskosten und Unterrichtsbeginn

Es besteht Lernmittelfreiheit. Beihilfemöglichkeit besteht nach dem Ausbildungsförderungsgesetz in der jeweils gültigen Form. Der Unterricht beginnt nach den Sommerferien.

Stundentafel AG Eingangsklasse

Stundentafel AG Eingangsklasse

Stundentafel AG Jahrgangsstufe 1 und 2

Stundentafel AG Jahrgangsstufe 1 und 2

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