Die IAA für Landwirte

Landwirtschaftsschüler der Richard-von-Weizsäcker-Schule besuchen die weltgrößte Branchenmesse Agritechnika‚ in Hannover

Blitzendes Chrom, schnittige Formen, schwindelerregende PS-Zahlen? Was die Liebhaber schneller Autos zur IAA nach Frankfurt lockt, lässt den bodenständigen Landwirt eher kalt – obwohl: bei den PS-Zahlen könnten die technischen Neuerungen auf der weltgrößten Landwirtschaftsmesse in Hannover durchaus mithalten, weniger allerdings bei der Geschwindigkeit, aber auf die kommt‘s ja auch gar nicht so an bei der Feldarbeit. „Unsere Schüler interessieren sich für Neuerungen auf dem Markt der Landmaschinentechnik, und die ist mindestens so innovativ wie die Automobilindustrie“, unterstreicht Fred Fecher, der in der Landwirtschaftlichen Abteilung der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule unterrichtet. Dass Interesse an der Landwirtschaft und Faszination für Technik sich keineswegs ausschließen, das wissen die Schülerinnen und Schüler des Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums sowie der Fachschule für Labortechnik. „Mich haben besonders die neuesten Schlepper mit Elektrotechnik beeindruckt“, resümiert der 18-jährige Jochen die Fahrt nach Hannover, und seine Mitschülerin Anna ist beeindruckt von der zunehmenden Digitalisierung der Landmaschinentechnik, aber auch von den neuesten Maschinen mit Raupenfahrtechnik. Uwe Bauer, der seinen Kollegen Fred Fecher und seine Schüler nach Hannover begleitete, hält die inzwischen schon traditionelle Fahrt zur Agritechnika für ein wichtiges Element der Vermittlung landwirtschaftlicher Unterrichtsinhalte. „Trotz der Kosten und des Aufwands kommen alle, auch wir Lehrer, immer wieder motiviert aus Hannover zurück“, freut sich der Pädagoge. Ein besseres Resümee einer Exkursion ist kaum möglich.

Bild (privat): Raupenfahrtechnik gehörte zu den innovativen Elementen der diesjährigen ‚Agritechnika‘