Ein landwirtschaftlicher Wettbewerb der besonderen Art

Kraut oder Unkraut? Aber auch auf Geschicklichkeit am Steuer des Schleppers kommt es in der landwirtschaftlichen Abteilung der Richard-von-Weizsäcker-Schule an

Wer von landwirtschaftlichem Wettbewerb hört, denkt an Milchpreise oder Konkurrenz bei der Vermarktung von Weizen oder Zuckerrüben. Am vergangenen Freitag ging es jedoch um einen Wettbewerb der ganz anderen Art auf dem Hof von Markus Wilhelm in Mulfingen-Hohenrot. Der Bauernhof gehört zu den sechs Partnerbetrieben der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule, in denen der praktische Teil der Ausbildung des landwirtschaftlichen Nachwuchses stattfindet. Wie in jedem Sommer traf man sich am Ende des ersten Ausbildungsjahres, um Können und Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Unter den kritischen Blicken ihrer Fach- und Fachpraxislehrer zeigten die zwölf Nachwuchslandwirtinnen und -landwirte ihr Können bei der Bestimmung von Pflanzen, der Klassifizierung von Futtermitteln und Sämereien oder der Kalkulation von Ernte- und Lagermengen. „Wir legen großen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit unseren schulischen Fachpraxisbetrieben“, unterstreicht Schulleiter Uwe Stiefel und betont den Wert praktischer Erfahrung für den landwirtschaftlichen Nachwuchs. Besonders spannend wurde es beim Geschicklichkeitsfahren mit dem Schlepper, bei dem es darum ging, mit Hilfe des PS-Ungetüms eine winzige Wasserkanne präzise zu platzieren. Als Frank Dietz die Urkunden überreichte, freute er sich über die entspannte Atmosphäre bei diesem Wettbewerb der besonderen Art: „Hier geht es nicht gegeneinander, sondern miteinander, denn wir können alle voneinander lernen“, betonte der Leiter der Abteilung Landwirtschaft an der Richard-von-Weizsäcker-Schule. Dann wurde das Grillfeuer entzündet und der Wettbewerb klang beim gemeinsamen Mittagessen aus.

Foto (privat): Nur zufriedene Gesichter gab es beim gemeinsamen Grillen auf dem Hof Wilhelm in Mulfingen-Hohenrot.