Ausflug in die Praxis

Angehende Erzieherinnen der Öhringer Fachschule für Sozialpädagogik besuchen Außenwohngruppen

Claudia Litterst, Lehrerin an der Fachschule für Sozialpädagogik der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule, verlegt den Unterricht gerne in die Praxis: Viele Menschen und auch angehende Erzieherinnen und Erzieher wissen gar nicht, dass es Außenwohngruppen für Menschen mit einer geistigen Behinderung gibt“, stellt die Pädagogin immer wieder fest. Daher mache sie sich in der vergangenen Woche mit ihren Schülerinnen und Schülern auf den Weg nach Bretzfeld und Willsbach, um dort eine Außenwohngruppe sowie eine beschützende Werkstätte zu besuchen. In Bretzfeld wurden sie von Dirk Münzberg, dem Leiter der Wohngruppe, sowie seiner Mitarbeiterin Monika Baumgärtner empfangen. Nach einigen allgemeinen Informationen zu pädagogischen und organisatorischen Fragen hatten die angehende Erzieherinnen und Erzieher Gelegenheit, sich mit den Bewohnern auszutauschen und sich davon zu überzeugen, wie wichtig diese Lebensform für behinderte Menschen ist, um ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Dem gleichen Ziel sind die Beschützenden Werkstätten in Willsbach verpflichtet, wo die Öhringer Schülerinnen und Schüler ebenfalls einen interessanten Einblick in die Praxis ihres künftigen Berufs bekamen. „Nur wenn wir immer wieder die theoretischen Unterrichtsinhalte an den praktischen Herausforderungen messen, können wir überzeugend unterrichten, war sich Claudia Litterst nach diesem Exkursionstag mit ihrem Kollegen Wolfgang Tischer einig, der die Öhringer Gruppe ebenfalls begleitete.

Bild (privat): Die angehenden Erzieher/-innen beim Besuch der Außenwohngruppe in Bretzfeld