„De Madrid al cielo“ – „Nur im Himmel ist es schöner als in Madrid“ Studienfahrt Madrid (21. – 25.10.2018)

„Hola y bienvenidos“ hieß es am 21.10.2018, als 36 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 2 der Richard-von-Weizsäcker-Schule sowie ihre Lehrer/innen, Frau Alonso, Herr Abt, Frau Kaufmann und Frau Tokovic, am Flughafen in Madrid ankamen.

Die gemachten Erfahrungen und Erlebnisse werden allen noch lange positiv in Erinnerung bleiben. Einige davon haben die Schülerinnen und Schüler schriftlich festgehalten:

Comida en Madrid – Das Essen in Madrid
Egal ob klassisch und traditionell oder modern und multikulturell, in Madrid gibt es viele Möglichkeiten essen zu gehen – man hat die Qual der Wahl. Aber wenn man schon einmal in Spanien ist, sollte man auf jeden Fall die klassischen spanischen Gerichte ausprobieren: Über Tapas und Paella bis zu Churros mit Schokoladensoße. Tapas sind viele verschiedene Häppchen, wie beispielsweise Serranoschinken oder „Tortilla de patatas”(Kartoffel-Omelett). Ein traditionelles Hauptgericht ist die Paella. Das Reisgericht aus der Pfanne kann man unterschiedlich, beispielsweise mit Meeresfrüchten, Hähnchen oder mit Gemüse zubereiten. Am besten haben uns die Churros im ältesten Café Madrids, in der “Chocolateria San Gines”, in der auch schon zahlreiche Prominente Gäste waren, geschmeckt. Churros bestehen aus einem Brandteig und werden in längliche Stücke geschnitten und dann frittiert, danach serviert man sie mit Zimt und Zucker oder mit Schokoladensoße.
(Lea T., Sarah T., Miriam H., Isabelle C., Lena S.)

Palacio de Cibeles und Parque del Retiro
Am dritten Tag unserer Studienfahrt sind wir von unserer Unterkunft aus zum „Palacio de Cibeles“, dem Sitz der Stadtverwaltung von Madrid, gelaufen. Dort hat man die Möglichkeit mit dem Lift oder zu Fuß bis ganz oben auf eine Aussichtsplattform zu gelangen, von der man einen atemberaubenden Ausblick über die gesamte Innenstadt von Madrid hat. Da wir mit dem Wetter Glück hatten, konnten wir dort auch tolle Bilder machen. Nachdem wir dann die Aussicht ausreichend genossen hatten, sind wir zusammen mit Frau Tokovic und Frau Kaufmann weiter in den Retiro Park. Frau Alonso, die mit der anderen Schülergruppe in der königlichen Tapisserie gewesen war, kam ebenfalls hinzu. Da wir alle sehr hungrig waren, gingen wir erstmal in einem „Biergarten“ essen. Ausgestattet mit neuer Energie, erkundeten wir den Park. Zunächst liefen wir alle gemeinsam zu einem See, auf dem man auch Boot fahren konnte und der eine schöne Kulisse bot. Von dort aus konnten wir dann in Kleingruppen durch den Park spazieren. Dabei entdeckten wir noch weitere schöne Orte wie Alleen, prächtige Statuen und gemütliche Pavillons, vor denen man noch schöne Erinnerungsfotos schießen konnte.
(Lisa Limbach)

 Die königliche Teppichmanufaktur in Madrid
Die königliche Teppichmanufaktur wurde im 18. Jahrhundert von dem ersten spanischen Bourbonenkönig Philipp V. gegründet. Vorbild waren königliche Werkstätten aus Frankreich zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Sie befindet sich unweit des Hauptbahnhofs Atocha, in der Calle Fuenterrabía. Die Fabrik beschäftigt mehrere Dutzend Mitarbeiter.
Dort befinden sich Teppiche und Vorlagen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Außerdem kann man den Teppichwebern dabei zusehen, wie sie diese Teppiche nach traditionellen Methoden herstellen. Es handelt sich um echte Kunstwerke. Die königliche Teppichmanufaktur produziert und repariert Teppiche sowie Wandteppiche. Unter anderem war Francisco de Goya ein berühmter Tapisseriekarton-Maler.
Für einen Wandteppich muss man zuerst die Vorlage abpausen. Deshalb muss der Karton genau die gleichen Maße haben wie der spätere Teppich. Diese Vorlage wird dann auf die Leinenfäden im Webstuhl übertragen. Nun kann der sogenannte Wirker die farbigen Fäden waagerecht einziehen. Die Wirker sitzen auf der Rückseite des entstehenden Bildes inmitten einer Vielzahl von Klöppeln. Sie können nur mit Hilfe eines Spiegels sehen, ob ihre Arbeit der Vorlage entspricht.
Die Fäden bestehen aus Wolle oder Seide und sind somit ganz besonders dünn und fein. Deshalb kommen die Wirker nur sehr langsam voran. Ein einziger Teppichwirker benötigt für einen Quadratmeter rund 6-8 Monate. Momentan arbeitet die Fabrik an einem Auftrag aus Dresden. Es handelt sich hierbei um eine Reproduktion von 32 Wandteppichen für den ersten Paradesaal im Westflügel des Dresdner Residenz-schlosses, den Kurfürst-König August der Starke erbauen ließ. Für einen Quadratmeter dieser Wandteppiche benötigt ein einziger Wirker circa 14 Monate.
(Lena, Cora, Alexandra, Aileen und Sina)

Estadio Santiago Bernabeu
Die Stadionbesichtigung war sehr interessant und beeindruckend. Die zahlreichen Pokale, die der Traditionsclub Real Madrid in den letzten Jahren gewonnen hat, waren hier zu sehen. Beim Rundgang durch das Stadion konnte man wirklich alles bis auf die Kabinen und den Spielertunnel sehen, da ein zu hohes Sicherheitsrisiko bestand. An diesem Abend sollte nämlich das Champions League Spiel gegen den tschechischen Meister Viktoria Pilsen stattfinden. Trotzdem war es eine klasse Erfahrung das Spielfeld aus der Sicht der Trainer zu sehen und auf dem Sitz vom damaligen Trainer der Königlichen, Julen Lopetegui, Platz zu nehmen.

Ein kleiner Minuspunkt war leider, dass das Stadion zu sehr auf Tourismus eingestellt war, was die einmalige Fußball-Vergangenheit teilweise etwas in den Hintergrund rücken ließ. So kostete beispielsweise das Erinnerungsfoto mit einem bekannten Spieler – eine Fotomontage vor einem Green Screen – um die 30€.
Die 30€ investierten wir deutlich besser, und zwar für das Gruppenspiel der Champions League, Real Madrid gegen Viktoria Pilsen, am selben Abend. Wir hatten Gänsehaut, als die Champions League-Hymne in den drei Sprachen Englisch, Spanisch und Tschechisch ertönte. Eine unbeschreibliche Atmosphäre, die leider von einer weniger guten Partie gedämpft wurde, war meiner Meinung nach, das Highlight der kompletten Studienfahrt. Definitiv ist ein Besuch im Estadio Santiago Bernabeu ein Muss, wenn man in Madrid ist.
(Philip D.)

Museo del Prado
Am Donnerstag ging es in eines der bekanntesten und meist besuchten Museen der Welt, das Mueseo del Prado. Von unserem Hostel aus liefen wir ca. 20 Minuten bis wir am Museum angekommen waren. Während der Führung durch das sehr schöne und künstlerische Gebäude sahen wir viele bedeutsame Werke: „Las Meninas“ von Velazquez, „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch, „La maja desnuda“ von Goya und „Der Ritter mit der Hand auf der Brust“ von El Greco. Rundum war es ein sehr schöner Ausflug, welcher vor allem durch unsere sympathische und sehr kompetente Museumsführerin gekrönt wurde.  (Lea S.)

Flamenco
„Für viele steht der Flamenco synonym für die Musik Spaniens – dabei wurden dort die leidenschaftlichen und schmerzvollen Klänge lange Zeit ebenso abgelehnt wie ihre Urheber, die „Gitanos“ genannten andalusischen Roma. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie unterdrückt und verfolgt. Ihre Gefühle von Verzweiflung und Wut, aber auch überschäumender Lebensfreude, drückten sie zunächst allein im Gesang aus. Erst später gewannen Tanz und Gitarrenbegleitung an Bedeutung.“1 Wir alle waren sehr gespannt auf die Show und hatten nicht wirklich eine Vorstellung, was uns am letzten Abend unserer Studienfahrt erwartet.
Als die Show begann, wurden die Lichter gedimmt und vier Herren im Anzug traten auf die Bühne. Einer von ihnen mit einer Gitarre, die anderen drei hatten nur ihren Gesang und ihre Hände als Instrument. Für uns war es sehr schwer zu verstehen, was die Männer sangen. Es hörte sich sehr orientalisch an. Manchmal riefen sie einfach nur Wörter zwischen rein und klatschten in die Hände. Kurze Zeit darauf kamen drei weitere Personen auf die Bühne, zwei Frauen und ein Mann. Zuerst tanzte jeder allein. Es wirkte wie eine Vorstellungsrunde der Tänzer. Sie tanzten mit voller Kraft. Ebenso kraftvoll war der Ausdruck ihrer Gesichter. Sie schauten fast schon etwas böse, jedoch passte die Mimik perfekt zu ihren Bewegungen. Es war sehr schwungvoll und laut, da sie mit ihren Schuhen immer wieder auf den Boden stampften. Man spürte dadurch umso mehr, in welcher Gefühlslage sich die Tänzer befanden. Nach einer kurzen Pause ging es wie zu Anfang der Show, mit einer Solo Performance der Tänzer weiter.
Nach der Show unterhielten wir uns lange. Die Meinungen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Einige empfanden diese als zu „ernst“, andere wiederum als sehr impulsiv und mitreisend.
Insgesamt war die Flamenco Show ein passender und runder Abschluss für unsere Studienfahrt und sehr schön anzuschauen.1 Quelle: https://www.planetwissen.de/kultur/musik/flamenco/index.html#drei

(Linda, Lorena, Lena W., Pia Joy K.)

Schüler im Retirko Park Madrid

Schüler genießen die Aussicht

Flamenco Show am letzten Abend

Schüler vor dem Königspalast