Woher kommt die Milch? – Landwirtschaftsschüler/-innen der Richard-von-Weizsäcker-Schule auf Erkundungstour

An einem kalten Wintertag machten sich 17 Schüler/-innen der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule mit ihrem Lehrer Marco Blachut auf den Weg nach Schwäbisch Hall, um die dortige Hohenloher Molkerei zu besichtigen. „In unserem Metier ist es immer wichtig, das Klassenzimmer auch ‚mal zu verlassen und Praxisluft zu schnuppern“, betont Marco Blachut, und seine ‚Jungs‘ (zu denen jedoch auch einige Mädchen gehören!) sind dankbar für eine solche Abwechselung. Betriebsleiter Friedrich Klenk führte die Gruppe aus Öhringen durch die Molkerei und zeigte alle Stationen von der Milchannahme bis zu den fertigen Milchprodukten, die in den Handel gehen. Bei einer kleinen Kostprobe, bei der Trinkmilch und Joghurt probiert wurden, stand er den Schülerinnen und Schülern für Fragen zur Verfügung. Natürlich wurde auch über den Milchpreis geredet: Aus momentaner Sicht sei dieser ganz in Ordnung – aber hinsichtlich der künftigen Entwicklung blieb Friedrich Klenk nur vorsichtig optimistisch. Am Nachmittag stand ein Besuch des Milchviehbetrieb ‚Hofwiesen Milch‘ in Niedersteinach auf dem Programm. Bernd Fischer führte die Gruppe durch den Betrieb und lenkte die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf das sogenannte Melkkarussell: Die Kühe steigen auf das Karussell und werden dann während einer Runde gemolken. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Prozess und es wird bei großen Herden wertvolle Zeit bei der Melkarbeit gespart. Dass die Milch nicht aus dem Tetra Pak kommt, war allen auch vorher allen klar – aber wie die Produktion verläuft, das wurde an diesem interessanten Praxistag eindrücklich demonstriert.

Foto (privat): die Öhringer Gruppe bei ihrer Milch-Exkursion.