Unterschiedlichkeit und Vielfalt leben

Ein Fest der Kulturen im Unterricht der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule

Für das erste Jahr der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher steht im Lehrplan das etwas trocken formulierte Lernziel einer ‚Sensibilisierung für vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung‘. Claudia Litterst, die an der Öhringer Fachschule für Sozialpädagogik unterrichtet, möchte mit ihren Schülerinnen und Schülern dieser bürokratischen Vorgabe Leben einhauchen – und feiert mit ihnen ein Fest der Kulturen! „Nicht nur Liebe geht durch den Magen“, weiß die erfahrene Pädagogin, „sondern auch die Kenntnis des anderen und dessen, was uns – noch – fremd ist!“ Und immerhin kommen ja viele ihrer Schüler/-innen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen. Was liegt da näher, als dass jede und jeder ein Stück Heimat mit in den Unterricht bringt: Ob Oliven aus Griechenland, Mozzarella aus Italien, ein Nusskuchen aus Slowenien oder Kekse aus Russland: Vielfalt schmeckt eben gut! Aber es geht auch um Informationen über das jeweilige Land und über wichtige Bräuche und Sitten – und schließlich wird gemeinsam getanzt und gesungen. „Mir geht es bei dem Fest darum, dass sich die Schüler/-innen mit ihren eigenen Wurzeln auseinandersetzen und sich möglicher Vorurteile bewusst werden. So können sie bei anderen Kulturen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur eigenen Herkunft erkennen und reflektieren“, erläutert Claudia Litterst im Gespräch. Den künftigen Erzieherinnen hat dieser Unterricht sichtlich Spaß gemacht: „Ein Fest der Kulturen vorzubereiten, das ist echte Praxisnähe“ schwärmt die 19-jährige Luisa und freut sich schon darauf, dies selbst demnächst während ihres Kindergartenpraktikums ausprobieren zu können.

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